
Die Marienglashöhle Friedrichroda
Die außergewöhnliche Anlage ist eine der schönsten und größten Kristallgrotten Europas und liegt nur wenige Kilometer entfernt. Betritt man die Höhle, eröffnet sich eine märchenhafte Welt: Bis zu 90 Zentimeter lange Gipskristalle funkeln im Licht, vollkommen still ruht ein Höhlensee – ähnlich mag sie aussehen, die Welt der Trolle und Zwerge. All das gibt es in der Marienglashöhle zwischen Tabarz und Friedrichroda zu bestaunen.
Und noch mehr: Dass die Höhle bis 1903 auch als Bergwerk diente, in dem vor allem Gips abgebaut wurde, zeigen ausgestellte Werkzeuge und Arbeitsgeräte aus den Jahren um 1795. Unvorstellbar, dass man in jener Zeit, beim Licht einer Kerze in den feuchten Schächten arbeitete. Einen berühmten Besucher zog die außergewöhnliche Anlage schon in ihren Anfangstagen an: Mineralienfan Johann Wolfgang von Goethe reiste im Mai 1782 eigens aus Weimar an, um den damals frisch fertiggestellten Herzog-Ernst-Stollen zu besichtigen.

Die Marienglashöhle ist ganzjährig geöffnet. Da die Temperaturen auch im Hochsommer zwischen acht und zehn Grad Celsius betragen, empfiehlt es sich, entsprechende Kleidung für den Höhlenbesuch bereitzuhalten.
Die Höhle ist übrigens sehr gut mit der Thüringer Waldbahn zu erreichen.